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By Ulrich Schmitz

Was tun Computerlinguisten? Sie untersuchen Aufbau, Bedeutung und Verwendung menschlicher Sprache, um desktop zu intelligenten Werk­ zeugen menschlicher Kommunikation zu machen. Da beißen sich zwei Absichten: das klassische geisteswissenschaftliche Erkenntnisinteresse und der technische Anwendungszweck geraten in eine produktive Auseinander­ setzung. Deren Themen und Positionen bilden den Leitfaden unserer Ein­ ladung zur Computerlinguistik. Denn da gibt es doch einen Unterschied zwischen sprechenden males­ schen und sprechenden Maschinen, oder? Menschen reden oft recht wirr, Maschinen aber ziemlich ordentlich; desktop kennen sich schon aus, be­ vor sie sprechen, Menschen oft nicht einmal hinterher. Und doch hat guy sich, lange bevor es desktop gab, menschliche Sprache oft so vorgestellt, wie sie im desktop tatsächlich funktioniert, nämlich als ein willfähriges tool zur Übermittlung mehr oder minder eindeutiger Informationen. Computerlinguistik zieht nur die technische Konsequenz aus der Annahme, guy könne Sprache beherrschen wie ein Blasinstrument. Wer desktop­ linguistik anschaut, schaut auch sich selbst an: wie gehen wir mit Sprache um, used to be denken wir über sie? "De te fabula narratur", von dir handelt die Geschichte; und manchmal erzählt sie sich, wie das lateinische Passiv nahelegt, sozusagen von selbst. Automatisch sprechen, gibt's das? Das erste Kapitel eröffnet das Thema, sagt, was once das Buch will und wo es lang geht. Es gibt eine Einführung in die Einführung und so denn eine ganz komprimierte übersicht über Ziele, Aufgaben, Anwendungen, professional­ bleme, Geschichte, allerwichtigste Literatur, interdisziplinäre Einordnung, akademische Einbindung, Leistungsfähigkeit und Denkweise der Compu­ terlinguistik.

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Es vergegenständlicht Parmenides' Philosophie in der Maschine. SHRDLU ist ein einfaches natürlich-sprachliches Dialog-System. Bis heute dient es der sprachorientierten KI-Forschung als wegweisendes Leitmodell, auch wenn seine Grundzüge vielfach modifiziert und sehr stark weiterentwickelt wurden. Auf dem Bildschirm sieht man eine in sich geschlossene tischplattengroße Spielzeugwelt mit verschieden großen, eindeutig identifizierbaren roten, grünen und blauen Würfeln, Pyramiden und Schachteln, die von einem simulierten Roboterarm bewegt werden können.

Zum anderen ist klar (letzten Endes aufgrund des unbestimmten Artikels ,,ein" im Subjekt), daß nur nach begrifflichem Wissen, nicht nach situativem, referentiellem oder visuellem Wissen gefragt wird; nur diese Komponente in der Datenbank muß also angesprochen werden. Das Subjekt des Satzes führt nun direkt in bestimmte Bereiche dieser Datenbank. Im einfachsten Fall ist der Eintrag ,,natürlich-sprachliches Dialogsystem" in der Datenbank selbst enthalten. Anderenfalls müßten Synonymisierungspfade durchlaufen werden, etwa (als simpelstes Beispiel) zu ,,NSD".

Wir werden später sehen, welche Folgen diese Forderung nach sich zieht. An dieser Stelle wollen wir die philosophische Selbstbesinnung, die Cassirer verlangt, erst noch einen Schritt weiter treiben und die einfache Grundlage des rationalistischen Weltbildes bedenken. Es setzt nämlich auf Wiederholbarkeit des immer Gleichen. Was sich gleich bleibt, ist beherrschbar und reproduzierbar. Diese strategische, konstruktivistische Weltauffassung verkörpern wir in unseren Maschinen und lassen uns durch deren Effizienz darin bestätigen.

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