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By Peter Michael Friedrichs

Die Kultusministerkonferenz hat Ende 1980 eine Empfehlung zur Forderung der Menschenrechtserziehung in der Schule herausge geben. Es heiBt darin u. a.: "Eine Erziehung im Hinblick auf die Menschenrechte 5011 den Schuler bef?higen, sich in seinem personlichen und politischen Lebensumkreis fur ihre Realisierung einzusetzen. Er 5011 bereit sein, die Frage nach der Verwirklichung der Menschenrechte als wichtigen MaBstab fur die Beurteilung der politischen Verh?lt nisse im eigenen wie in anderen L?ndern zu nutzen. Eingeschlos sen ist damit die Bereitschaft, fur die Rechte anderer einzu treten. " Das Faktum der Empfehlung deutet auf ein inhaltliches Desiderat in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen hin. Auch nach der Empfehlung bleibt ein methodisches: Es werden keine Hinweise gegeben, wie eine an den Menschenrechten orientierte Erziehung unter den gegebenen Bedingungen von Gesellschaft und Schule zu bewerkstelligen ist. Im FEoLL-Projekt "Politisches Lernen mit Medien" wird als mog licher Ansatz einer Menschenrechtserziehung die Theorie der moralischen Entwicklung von Lawrence KOHLBERG zugrunde gelegt mit dem ZieI, modellhaft theoretisch fundierte Unterrichtsein 1 heiten zu entwickeln. ) Im Rahmen dieses Projekts hat Peter Michael FRIEDRICHS die Aufgabe ubernommen, bestehende oder mog liche Verbindungen zwischen einer auf den KOHLBERGschen Arbei ten fuBenden Menschenrechtserziehung und verbreiteten Politik didaktiken zu prufen. Der nun vorliegende Band stellt eine wesentliche Erweiterung der projektbezogenen Arbeit dar. Mit der Einbettung des Kern- 1) Als Ergebnis liegt eine in Kooperation mit der WDR-Schul fernsehredaktion produzierte vierteilige Schulfernsehreihe mit Lehrer- und Schuler-Begleitmaterialien vor. TiteI der Reihe: Jeder hat das Recht.

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Stimulierung des jeweils năchsten Entwicklungsschritts ... ", initiiert durch " ... (1) Konfrontation mit der năchsthoheren Ebene (wohl besser tibersetzt mit "Stufe", d. ) des Denkprozesses und (2) Ermoglichung konflikthafter Erfahrungen durch Anwendung der gegenwărtigen Stufe der kindlichen Denkstruktur problematische Situationen" a~f (KOHLBERG & TURIEL 1978, S. 20). Erreicht werden soll durch eine solche schrittweise Stimulation in Richtung auf die năchsthohere Stufe eine Erziehung bis zur hochsten Stufe, obwohl aus KOHLBERGs Untersuchungen abgelesen werden kann, daB die meisten Menschen sich, was die Begrtindung ihres moralischen Urteils betrifft, auf den Stufen 3 - 4 bewegen.

61 ff, S. 69 ff. - wirklichen konnen. 59 - Humanităt wird dabei nicht beschrănkt auf die Innerlichkeit von Subjekten, sondern erwartet " ... eine geschichtliche bedingen ... " (verăndernde) Verănderung der Verhăltnisse, die den Menschen (FELLSCHES 1977, S. 10). Insofern muE kritische moralische Erziehung politische Bildung sein, das moralische BewuEtsein erscheint als "produktive Funktion der Moral" (FELLSCHES 1977, S. 13). Die geeigneten Mittel der 'Kritischen moralischen Erziehung' sind Kommunikation und Interaktion, die FELLSCHES allerdings, um eine gesellschaftlich bezogene Theorie nale Kommunikation" ergănzt, als "ratio- (FELLSCHES 1977, S.

Indem der Schliler mit den Bedingungen und Auswirkungen von Menschenrechtsverletzungen (in - bezogen auf das Stufenkonzept - entwicklungsadăquater erhălt er auch Gelegenheit, die Menschenrechte als politische Komplexităt) konfrontiert wird, Handlungskriterien und universale Moral seinen Entscheidungen bei politischen Dilemmata zugrunde zu legen. h. in seinem politischen Denken Stufe 5 erreichen) und sich in politischen Bewegungen engagieren, die mit diesen Prinzipien libereinstimmen. " (KOHLBERG & TURIEL 1978, S.

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